Geeignet sind unter anderem Lavendel, Katzenminze, Schafgarbe, Fetthenne, Blauraute, Wollziest und Sand-Thymian. Fingerstrauch, Wacholder und Feldahorn sorgen für mehr Höhe und Struktur. Neben viel Sonne benötigen die meisten Arten einen durchlässigen Boden.
Pralle Sonne, wenig Regen und ein Boden, der schnell austrocknet: Solche Bedingungen setzen vielen Pflanzen zu. Mit der richtigen Auswahl bleiben sonnige Beete trotzdem farbenfroh und abwechslungsreich. Trockenheitsresistente Pflanzen kommen nach dem Anwachsen mit vergleichsweise wenig zusätzlichem Wasser aus und bringen Blüten, Duft, Struktur oder immergrünes Laub in Ihren Garten. Lesen Sie hier im Ratgeber von Thomas Philipps, dem Discounter für Heim und Garten, welche trockenheitsresistenten Pflanzen sich auch für Ihren Garten eignen.
Inhaltsverzeichnis
Was zeichnet trockenheitsresistente Pflanzen aus?
Viele Arten begrenzen den Wasserverlust durch kleine, silbrige oder behaarte Blätter. Fetthennen speichern Feuchtigkeit in fleischigen Pflanzenteilen, während andere Arten ausgedehnte oder tiefer reichende Wurzeln bilden.
„Trockenheitsresistent“ bedeutet jedoch nicht „pflegefrei“. Erst wenn die Pflanzen gut eingewurzelt sind, bewältigen sie niederschlagsarme Phasen zuverlässig. Neu gesetzte Stauden und Gehölze brauchen deshalb regelmäßig Wasser, bis sich ihr Wurzelsystem entwickelt hat.
10 trockenheitsresistente Pflanzen im Überblick
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Pflanze |
Pflanzengruppe |
Wuchshöhe ca. |
Geeignet für |
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Lavendel |
Halbstrauch |
40–70 cm |
Beete, Einfassungen, Kübel |
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Katzenminze |
Staude |
30–60 cm |
Beetränder, Wege, Kübel |
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Schafgarbe |
Staude |
40–80 cm |
Naturgärten, Staudenbeete |
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Hohe Fetthenne |
Staude |
40–70 cm |
Beete, Steingärten, Kübel |
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Blauraute |
Halbstrauch |
80–120 cm |
Rabatten, Kiesgärten |
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Wollziest |
Bodendecker |
15–40 cm |
Beetränder, Steingärten |
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Sand-Thymian |
Bodendecker |
5–10 cm |
Fugen, Mauern, Kübel |
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Fingerstrauch |
Strauch |
60–120 cm |
Vorgärten, niedrige Hecken |
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Wacholder |
immergrüner Strauch |
sortenabhängig |
Heidegärten, Hänge |
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Feldahorn |
Baum |
mehrere Meter |
größere Gärten, Hecken |
1. Lavendel: duftender Klassiker für trockene Beete
Echter Lavendel liebt volle Sonne und trockene, sehr durchlässige Erde. Staunässe verträgt er deutlich schlechter als vorübergehende Trockenheit. Seine graugrünen Blätter und violetten Blüten passen in mediterrane Beete, an Wege und in Pflanzgefäße. Schneiden Sie ihn jährlich zurück und entfernen Sie nach der Blüte die verwelkten Blütenstände.
2. Katzenminze: pflegeleichte Blütenfülle
Katzenminze bildet lockere Polster mit aromatischem Laub und zahlreichen blauvioletten Blüten. Ein sonniger Platz und durchlässige Erde fördern einen kompakten Wuchs. Nach dem ersten Blütenflor können Sie die Triebe kürzen. Viele Sorten treiben anschließend erneut aus. Damit zählt Katzenminze zu den vielseitigsten trockenheitsresistenten Stauden.
3. Schafgarbe: farbenfrohe Staude für magere Böden
Schafgarben bevorzugen volle Sonne und kommen mit nährstoffärmeren, trockenen Böden zurecht. Gartenformen blühen je nach Sorte weiß, gelb, rosa, orange oder rot. Ihre flachen Blütenstände setzen klare Akzente und eignen sich auch als Schnitt- und Trockenblumen. Entfernen Sie die Samenstände, wenn sich die Pflanzen nicht weiter ausbreiten sollen.
4. Hohe Fetthenne: Wasserspeicher mit später Blüte
Die Hohe Fetthenne speichert Wasser in ihren fleischigen Pflanzenteilen und bewältigt dadurch trockene Phasen besonders gut. Ihre kräftigen Blütenstände erscheinen im Spätsommer und bleiben oft bis in den Winter dekorativ. Die robuste Staude eignet sich für sonnige Beete, Steingärten und Kübel. Auch Bienen und Schmetterlinge besuchen ihre Blüten.
5. Blauraute: luftige Blüten für heiße Gartenplätze
Die Blauraute, früher meist Perovskia genannt, gedeiht an vollsonnigen, trockenen und gut durchlässigen Standorten. Silbrige Triebe und zahlreiche blaue Blüten verleihen Beeten eine leichte, mediterrane Wirkung. Schneiden Sie die Pflanze im zeitigen Frühjahr deutlich zurück. Vermeiden Sie vor allem schwere Böden, auf denen sich im Winter Nässe sammelt.
6. Wollziest: silberner Bodendecker mit weichen Blättern
Wollziest bildet dichte Teppiche aus samtig behaarten, silbergrauen Blättern. Dadurch wirkt er auch außerhalb der Blüte attraktiv. Pflanzen Sie ihn in trockene bis mäßig trockene, durchlässige Erde. Dauerhafte Nässe kann Fäulnis fördern. Als trockenheitsresistenter Bodendecker eignet sich Wollziest besonders für Beetränder, Steingärten und sonnige Hänge.
7. Sand-Thymian: niedriger Bodendecker für Fugen und Mauern
Sand-Thymian bleibt niedrig und breitet sich teppichartig aus. Er fühlt sich auf sandigen, kiesigen oder steinigen Böden wohl und begrünt sonnige Fugen, Mauerkronen, Hänge und Gefäße. Seine kleinen Sommerblüten bieten Bienen und Schmetterlingen Nahrung. Ein guter Wasserabzug schützt die Pflanze vor Wurzelfäule.
8. Fingerstrauch: lange Blüte bei wenig Pflege
Der Fingerstrauch ist ein kompakter, laubabwerfender Strauch für sonnige Standorte. Er toleriert unterschiedliche durchlässige Böden und kommt nach dem Anwachsen gut mit Trockenheit zurecht. Viele Sorten blühen über einen langen Zeitraum in Gelb, Weiß, Rosa oder Orange. Nutzen Sie ihn einzeln, in Gruppen oder als niedrige, locker wachsende Hecke.
9. Wacholder: immergrüne Struktur für das ganze Jahr
Wer immergrüne trockenheitsresistente Sträucher sucht, findet beim Wacholder verschiedene Wuchsformen. Je nach Art und Sorte wächst er flach, buschig oder säulenförmig. Er bevorzugt sonnige Plätze mit trockenem, durchlässigem Boden und verträgt nach dem Einwurzeln längere niederschlagsarme Phasen. Planen Sie bei der Auswahl unbedingt seine spätere Höhe und Breite ein.
10. Feldahorn: robuster Baum für größere Flächen
Der Feldahorn eignet sich als kleiner bis mittelgroßer Gartenbaum und als geschnittene Hecke. Er toleriert trockene Böden, Verdichtung und städtische Bedingungen vergleichsweise gut. In den ersten Jahren müssen Sie ihn dennoch zuverlässig wässern. Später spendet seine dichte Krone Schatten und schafft damit einen angenehmen Platz für heiße Sommertage.
Den sonnigen und trockenen Standort richtig vorbereiten
Prüfen Sie vor dem Pflanzen, wie schnell Regenwasser im Boden versickert. Bleibt es nach einem kräftigen Regenguss lange stehen, kann eine trockenheitsresistente Pflanze unter Staunässe leiden. Lockern Sie verdichtete Erde tiefgründig und sorgen Sie bei schweren Böden für einen besseren Wasserabzug. In Kübeln sind ausreichend große Abflusslöcher unverzichtbar.
Setzen Sie außerdem Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen zusammen. So können Sie gezielt gießen, ohne trockenheitsliebende Arten dauerhaft zu feucht zu halten.
Für Lavendel, Thymian und andere Pflanzen kann an trockenen Standorten eine mineralische Abdeckung aus Kies oder Splitt sinnvoll sein. Unter Sträuchern und Bäumen reduziert organischer Mulch die Verdunstung und unterdrückt Unkraut. Halten Sie das Material jedoch von Stämmen und Pflanzenbasen fern und tragen Sie die Schicht nicht zu dick auf.
Trockenheitsresistente Pflanzen im Sommer richtig pflegen
Gießen Sie neue Pflanzen zunächst regelmäßig. Nach dem Einwurzeln bewässern Sie lieber seltener, dafür aber gründlich. Leichte und häufige Wassergaben fördern oberflächennahe Wurzeln, die Hitze und Trockenheit schlechter verkraften. Gießen Sie möglichst morgens und prüfen Sie vorher die Feuchtigkeit unter der Bodenoberfläche.
Auch etablierte Pflanzen benötigen bei langanhaltender Dürre zusätzliches Wasser. Besonders Bäume und größere Sträucher können während ausgedehnter Trockenperioden Schäden entwickeln, obwohl sie grundsätzlich trockene Standorte vertragen. Eine zusätzliche Düngung ist bei gut vorbereitetem Boden oft nicht notwendig.
Welche trockenheitsresistenten Pflanzen eignen sich für den Balkon?
Als trockenheitsresistente Balkonpflanzen eignen sich besonders Lavendel, Sand-Thymian, niedrige Fetthennen und kompakte Katzenminzen. Diese Arten vertragen sonnige Standorte und lassen sich auch in Gefäßen kultivieren.
Verwenden Sie möglichst große Gefäße mit Abzugslöchern und eine strukturstabile, durchlässige Erde. Bedenken Sie, dass Kübel schneller austrocknen als Gartenboden. Selbst hitze- und trockenheitsresistente Pflanzen benötigen während längerer Hitzeperioden regelmäßig Wasser.
Häufige Fragen
Prüfen Sie die Bodenfeuchtigkeit und gießen Sie nur bei Bedarf. Geben Sie das Wasser langsam und gründlich direkt an den Wurzelbereich. Kontrollieren Sie Kübel häufiger und entfernen Sie Unkraut, damit es den Gartenpflanzen kein Wasser entzieht.
Ja. Direkt nach dem Einpflanzen benötigen auch robuste Arten regelmäßig Wasser. Erst ein gut entwickeltes Wurzelsystem macht sie widerstandsfähiger. Während außergewöhnlich langer Trockenperioden sollten Sie auch etablierte Stauden, Sträucher und Bäume gießen.
Katzenminze, Schafgarbe, Blauraute und verschiedene Fetthennen sorgen über längere Zeit für Farbe. Kombinieren Sie Pflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten. So bleibt das Beet vom Frühsommer bis weit in den Herbst hinein attraktiv.
Wacholder gehört zu den bewährten immergrünen Arten für sonnige und trockene Plätze. Je nach Art und Sorte wächst er bodendeckend, buschig oder säulenförmig. Wählen Sie eine Wuchsform, deren spätere Höhe und Breite zum vorhandenen Platz passen.
Sand-Thymian und Wollziest sind gute Optionen. Auch niedrig wachsende Fetthennen kommen infrage. Bis die Pflanzen geschlossene Flächen bilden, sollten Sie regelmäßig Unkraut entfernen und bei längerer Trockenheit wässern.
Der Feldahorn gilt als robuste Wahl für sonnige Standorte und lässt sich auch als Hecke erziehen. Berücksichtigen Sie bei jedem Baum die spätere Kronenbreite, den benötigten Wurzelraum sowie ausreichende Abstände zu Gebäuden, Mauern und Leitungen.
Für Stauden eignen sich besonders das Frühjahr und der frühe Herbst, wenn der Boden feucht und weder gefroren noch überhitzt ist. Mediterrane oder nässeempfindliche Arten setzen Sie in rauen Regionen besser im Frühjahr. So bleibt ihnen bis zum ersten Winter ausreichend Zeit zum Einwurzeln.
Ja. Organischer Mulch eignet sich besonders unter Sträuchern und Bäumen. Rund um Lavendel, Thymian und andere Arten trockener Standorte kann Kies oder Splitt besser passen. Lassen Sie die Pflanzenbasis frei, damit sich dort keine Feuchtigkeit staut.
Nein. Trockenheitsverträglichkeit und Winterhärte sind unterschiedliche Eigenschaften. Manche mediterranen Pflanzen vertragen Hitze hervorragend, reagieren aber empfindlich auf starken Frost oder Winternässe. Prüfen Sie deshalb beim Kauf sowohl die Standortansprüche als auch die Winterhärte der gewählten Art und Sorte.